Amaryllis-Quartett Bern

Gustav Frielinghaus, 1.Violine
Lena Wirth, 2.Violine
Lena Eckels, Viola
Yves Sandoz, Violoncello
So. 18. Juni 2006, 19 Uhr St. Stephan-Kirche, Stephanstr. 117, 22047 Hamburg
Eintritt: 8 Euro, erm. 4 Euro
Programm:
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Streichquartett F-Dur, op. 18, Nr. 1 (komp. 1799)
Allegro con brio
Adagio affettuoso ed appassionato
Scherzo (Allegro molto)
Allegro
Géza Frid (1904-1989)
Streichquartett Nr. 3, op. 30, "Fantasia tropica" (komp. 1949)
La sera. Poco sostenuto Presto tumultuoso
La notte. Lento misterioso
Il giorno. Poco sostenuto Presto tumultuoso
La sera. Poco sostenuto Presto tumultuoso
Pause
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Streichquartett A-Dur, KV 169 (komp.1773)
Molto Allegro
Andante
Menuetto
Rondeaux. Allegro
Géza Frid (1904-1989)
Streichquartett Nr. 4, op. 50a
Quasi improvisando Allegro marcato
Andante cantabile
Presto leggero
Das Amaryllis-Quartett wurde im Jahr 2000 an der Hochschule für Musik und Theater Bern in der Schweiz gegründet. Maßgeblich verdankt das Quartett seinen Erfolg dem intensiven Quartettstudium bei Walter Levin (LaSalle Quartet) in Basel.
Das Amaryllis-Quartett sucht eine besondere Herausforderung in der Gestaltung von Programmen, die im Spannungsfeld zwischen den klassischen Streichquartett-kompositionen und den Werken der Neuen Wiener Schule um Arnold Schönberg stehen. In diesem Zusammenhang spielte das Quartett bei der Biennale Bern und beim Internationalen Beethovenfest in Bonn. Hier eröffnete es im Beisein von Schönbergs Tochter Nuria Schönberg-Nono eine Ausstellung des Kunstmuseums mit Bildern von Schönberg. Das Konzert mit Beethovens Quartett op.127 wurde vom Generalanzeiger Bonn mit der Überschrift "Blitzblanke Intonation" äußerst positiv rezensiert.
Das Amaryllis-Quartett spielt regelmäßig in Konzertreihen und auf Festivals in Deutschland und in der Schweiz; dazu zählten 2005 Auftritte in der Stuttgarter Liederhalle und beim Lucerne Festival. Vom Schweizer Radio DRS 2 wurden mehrfach Konzertmitschnitte gesendet und eine Aufnahme produziert.
Auf Einladung der Organisation ProQuartet Paris spielte das Quartett im Juni 2003 beim Festival "Promenade Musicale en Seine-et-Marne" in Frankreich und nahm im März 2005 an einem Meisterkurs von Valentin Erben (Alban Berg Quartett) teil.
Mit Streichquartetten von Franz Schubert und Béla Bartók trat das Amaryllis-Quartett u.a. in Hamburg und Norddeutschland auf, wo die Konzerte von der Presse unter den Titeln "Leidenschaftliches Zusammenspiel" und "Zusammenspiel in Perfektion" besprochen wurden. Außerdem gewann das Amaryllis-Quartett mit diesem Programm im April 2005 den 1. Preis beim Internationalen "Charles Hennen Concours" in den Niederlanden.
Der 27-jährige Geiger Gustav Frielinghaus erhielt den wichtigsten Teil seiner Ausbildung während der letzten vier Jahre bei Prof. Igor Ozim in Bern, nachdem er zuvor bei Prof. Winfried Rüssmann in seiner Heimatstadt Hamburg studierte. Neben Opernproduktionen und Sinfoniekonzerten als Konzertmeister, trat er solistisch mit verschiedenen internat. Jugendorchestern in Asien und den USA und dem Bieler Sinfonieorchester in der Schweiz auf. Besonders die Kammermusik nimmt mit Rezitals in Norddeutschland und verschiedenen eigenen Projekten einen großen Stellenwert ein. Derzeit studiert Gustav Frielinghaus bei Prof. Thomas Brandis in Lübeck.
Lena Wirth, geb. 1983 in Schwetzingen, begann 2002 ihr Studium bei Prof. Jörg Hofmann in Freiburg und wechselte dieses Jahr zu Prof. Albrecht Breuninger nach Karlsruhe. Schon früh widmete sie sich der Kammermusik, angefangen als Preisträgerin von "Jugend musiziert", im Streichquartett an der Freiburger Musikhochschule, sowie bei Meisterkursen beim Mandelring-Quartett und dem Trio op. 8, bevor sie 2004 zum Amaryllis-Quartett hinzu kam. Neben Reisen nach Australien und Kanada als Konzertmeisterin in verschiedenen Jugendorchestern, hatte sie solistische Auftritte mit dem Kurpfälzischen Kammerorchester und der Capella Palatina.
Lena Eckels, geb. 1982 in Detmold, studiert seit 2001 bei Prof. Barbara Westphal an der Musikhochschule Lübeck. Bereits während ihrer Schulzeit wurde sie in der Solo- und Kammermusikwertung von "Jugend musiziert" auf Bundesebene mit 1. Preisen ausgezeichnet. Dieser Erfolg setzte sich im Sommer 2004 mit dem Förderpreis der Gesellschaft der westfälischen Kulturarbeit und dem Sieg beim Brahms-Wettbewerb in Pörtschach/Österreich fort. Lena Eckels besuchte Meisterkurse bei Nobuko Imai, James Dunham und Heidi Castleman (Sarasota Music Festival / Florida). Als Kammermusikerin erhielt sie den Klassikpreis der Stadt Münster, machte Aufnahmen beim WDR und BR, und spielt seit 2005 im Amaryllis-Quartett mit.
Der 25-jährige Cellist Yves Sandoz aus Solothurn/Schweiz begann 2000 sein Studium bei Prof. Reinhard Latzko in Basel. Meisterkurse besuchte er bei Monique Bartels, Christophe Coin, Wen-Sinn Yang und Martin Zeller. Er war Stimmführer des Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchesters und trat solistisch mit Orchestern aus Grenchen, Burgdorf und Solothurn auf.
Seit 2003 spielt Yves Sandoz im Amaryllis-Quartett, zuvor wurde er Preisträger des Schweizer Kammermusikwettbewerbs und spielte bei den Orpheus-Konzerten. Außerdem erhielt er 2004 den Werkjahrpreis des Kantons Solothurn. Derzeit studiert er an der Musikhochschule Saarbrücken bei Prof. Gustav Rivinius.
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